Langfristiges Engagement bedeutet, nicht nur kurzfristig Unterstützung anzubieten, sondern über viele Jahre hinweg Strukturen aufzubauen, Menschen miteinander zu verbinden und dafür zu sorgen, dass Hilfe und Austausch dauerhaft möglich bleiben. Genau hier setzt das Engagement von René Prodell an. Mit der Beratungsstelle Wasserburg unterstützt er Familien, Eltern und Menschen im Autismus-Spektrum dabei, sich digital zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und gegenseitig Unterstützung zu finden.
Ein besonderer Schwerpunkt seines Engagements liegt dabei auf der Nutzung sozialer Medien als Möglichkeit für Austausch und Vernetzung. Gerade für Familien von Kindern mit Autismus können soziale Netzwerke eine wichtige Anlaufstelle sein. Viele Eltern suchen den Kontakt zu anderen Familien, die ähnliche Erfahrungen machen, Fragen aus dem Alltag kennen oder bereits Lösungen für bestimmte Herausforderungen gefunden haben.
Eine Community, die über Jahre gewachsen ist
René Prodell bringt dabei langjährige Erfahrung im Aufbau und im Betrieb von sozialen Online-Communitys mit. Diese Erfahrung nutzt er, um digitale Räume zu schaffen und technisch zu betreuen, in denen sich Menschen miteinander austauschen können.
Gemeinsam mit Eltern von Menschen mit frühkindlichem Autismus gründete er eine Facebook-Gruppe, die sich im Laufe der Jahre zu einer großen deutschsprachigen Community entwickelt hat. Heute zählt die Gruppe mehr als 6.000 Mitglieder. Die Mitglieder kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und bringen ganz unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven mit.
Die Gruppe lebt vor allem vom gegenseitigen Austausch. Eltern können Fragen stellen, Erfahrungen teilen und sich mit anderen Betroffenen beziehungsweise Angehörigen vernetzen. Dabei steht nicht eine einzelne Person im Mittelpunkt, sondern die Gemeinschaft und das Wissen, das innerhalb dieser Gemeinschaft vorhanden ist.
René Prodell als technischer Unterstützer
Während andere Teammitglieder ihre persönlichen Erfahrungen einbringen und Menschen bei ihren Fragen unterstützen, übernimmt René Prodell vor allem die technischen und organisatorischen Abläufe rund um die Online-Community.
Dazu gehört beispielsweise die technische Betreuung der Gruppe, die Unterstützung bei organisatorischen Fragen rund um die digitale Plattform sowie die Weiterentwicklung der technischen Strukturen. Durch seine Erfahrung mit sozialen Communitys kann er dabei helfen, dass der digitale Austausch möglichst zuverlässig funktioniert.
Diese Aufgaben finden häufig im Hintergrund statt und sind für die Mitglieder einer Community nicht immer unmittelbar sichtbar. Sie sind jedoch eine wichtige Grundlage dafür, dass eine große Gruppe dauerhaft funktionieren kann.
Während René Prodell sich schwerpunktmäßig um die technischen Abläufe kümmert, bringen die anderen Mitglieder des Teams ihre eigenen Erfahrungen aus dem Alltag mit Autismus ein. Sie beantworten Fragen, geben persönliche Erfahrungen weiter und versuchen, Menschen Orientierung und Unterstützung zu geben.
Dadurch entsteht eine sinnvolle Verbindung verschiedener Kompetenzen: technisches Wissen und langjährige Erfahrung im Betrieb von Online-Communitys treffen auf persönliche Erfahrungen von Eltern und Angehörigen.
Austausch statt allein vor Herausforderungen stehen
Ein wichtiger Gedanke hinter diesem Engagement ist, dass Familien mit ihren Fragen und Erfahrungen nicht alleine bleiben müssen. Gerade beim Thema Autismus gibt es im Alltag viele Situationen, bei denen der Austausch mit anderen Eltern hilfreich sein kann.
Eine Online-Community kann dabei keine professionelle medizinische, therapeutische oder rechtliche Beratung ersetzen. Sie kann jedoch einen geschützten Rahmen für persönlichen Austausch schaffen. Eltern können von den Erfahrungen anderer profitieren, Fragen stellen und feststellen, dass bestimmte Herausforderungen auch in anderen Familien vorkommen.
Auch für Menschen im Autismus-Spektrum selbst können digitale Gemeinschaften eine Möglichkeit sein, Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen auszutauschen. Das Internet bietet dabei besondere Möglichkeiten, weil Kommunikation unabhängig von Ort und teilweise auch unabhängig von persönlichen Einschränkungen stattfinden kann.
Langfristig statt kurzfristig
Das Engagement von René Prodell ist dabei nicht auf eine kurzfristige Aktion ausgerichtet. Der Aufbau und die Betreuung einer Community mit mehreren tausend Mitgliedern erfordern kontinuierliche Arbeit, Verantwortungsbewusstsein und technische Kenntnisse.
Langfristiges Engagement bedeutet in diesem Zusammenhang auch, die digitalen Möglichkeiten immer wieder an die Bedürfnisse der Gemeinschaft anzupassen und dafür zu sorgen, dass der Austausch auch über viele Jahre hinweg bestehen kann.
Mit der Beratungstelle Wasserburg bündelt René Prodell seine verschiedenen ehrenamtlichen Aktivitäten und macht damit sichtbar, dass digitales Engagement einen wichtigen Beitrag zur Inklusion leisten kann.
Sein Engagement zeigt, dass Inklusion nicht ausschließlich in persönlichen Begegnungen stattfindet. Auch digitale Teilhabe, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung im Internet können ein wichtiger Bestandteil einer inklusiven Gesellschaft sein.
Erfahrung, Technik und Gemeinschaft
Besonders wertvoll ist dabei die Verbindung von langjähriger Erfahrung im Bereich sozialer Online-Communitys mit dem Engagement von Eltern und Angehörigen von Menschen mit Autismus.
René Prodell übernimmt dabei eine unterstützende Rolle im Hintergrund. Er schafft und erhält die technischen Voraussetzungen dafür, dass Menschen miteinander in Kontakt kommen können. Die inhaltliche Unterstützung und der Erfahrungsaustausch innerhalb der Gruppe werden zugleich von den Mitgliedern und dem weiteren Team getragen.
So entsteht eine Gemeinschaft, in der unterschiedliche Fähigkeiten zusammenkommen: Menschen mit persönlicher Erfahrung, Eltern, Angehörige und Menschen mit Interesse am Thema Autismus können voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen.
Mehr als 6.000 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen, wie groß der Bedarf an Austausch, Vernetzung und gegenseitiger Unterstützung ist.
Für René Prodell ist dieses Engagement ein Beispiel dafür, wie man seine eigenen Fähigkeiten langfristig für andere Menschen einsetzen kann. Dabei geht es nicht darum, im Mittelpunkt zu stehen, sondern darum, Strukturen zu schaffen, die anderen Menschen helfen, miteinander in Kontakt zu kommen.


